Galerie Katapult Basel




CUBA L i v e


26. OKTOBER - 24. DEZEMBER 2017

Die Galerie Katapult freut sich, Sie auf ihre kommende Gruppenausstellung mit Werken kubanischer Künstler/innen aufmerksam machen zu dürfen.

 

Nach einer Schwerpunktausstellung mit Künstlern aus Kolumbien in 2015 und einer Gruppenausstellung mit mexikanischen Künstlern in 2016, freut sich die Galerie Katapult unter dem Stichwort CUBA live ihnen vier kubanische Künstler näher zu bringen. Gezeigt werden Werke von Ismael Lorenzo, Alexey Cubas, Niurka Bou und Raonel.

 

Schon früh studierte Ismael Lorenzo Malerei an der National School of Arts in Havanna, Kuba. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Komposition entwickelte er eine Leidenschaft für die Fotografie. An der Kunsthochschule tat auch ihm eine neue künstlerische Welt auf, die fortan zu seiner Leidenschaft werden sollte: der Tanz. Er merkte, dass der Tanz es ermöglichte, alle Emotionen auszudrücken, in der Körper zu deren Projektionsfläche wird. Die Tätigkeit als professioneller Tänzer hielt ihn jedoch nicht davon ab, die Malerei und Fotografie weiter zu verfolgen und zu vertiefen. Mit den Jahren nahm die Fotografie einen immer grösseren Stellenwert ein und führte 1998 letztendlich zu einem beruflichen Wechsel. Auch als Fotograf blieb ein Fokus seiner Tätigkeit in der vertrauten Welt des Theaters. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die künstlerische Auseinandersetzung mit seiner karibischen Heimat. In der Ausstellung zeigt Lorenzo mit Fotografien aus den Serien eMotions, Seascapes und Mis calles einen repräsentativen Querschnitt seines Schaffens.

 

Alexey Cubas absolvierte ein Studium der Bildenden Kunst an der Academía de Bellas Artes de Oriente in Manzanillo, Kuba. Seine Werke resultieren aus einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Leben. Sie suchen Antworten auf die Fragen nach der Unendlichkeit und sind Ausdruck von Cubas‘ Wahrnehmung, seiner Ideologie wie auch seiner Kultur. Inspiriert durch die Kontraste seines Lebens wie die wirtschaftliche und politische wirklichkeit seiner kubanischen Heimat sowie seiner Emigration und dem neuen Leben in der Schweiz. Diese verarbeitet Cubas in ausdrucksstarken und gleichzeitig einfühlsamen Gemälden, die an Satellitenbilder erinnern. Der Betrachter verliert sich in wilden, undefinierten Landschaften, die unsere Gefühle ansprechen und uns eine andere Sicht auf eine Insel im Umbruch und auf ihre karibische Mentalität eröffnen. Cubas‘ Inspiration ist seine Heimat und was sie in ihm auslöst: es sind Erinnerungen an Freude und Schmerz und an den alltäglichen Kampf der Kubaner für ein besseres Leben.

 

Raonel absolvierte die Academia de Arte San Alejandro in Havanna, Kuba, und lebt heute in Portugal. Neben der Malerei, der Zeichung und der Gravur, widmet er sich auch der Keramik. Raonel beeindruck durch die plastische Intensität und Originalität seiner Werke. Abgeleitet aus Referenzen der Klassik, des Expressionismus und des Informalismus zeigen seine Arbeiten gefilterte Erfahrungen einen psychologischen und menschlichen Universums. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hat Raonel Projekte in der Kunsterziehung, arbeitet als Professor der Malerei und als Kunstkritiker.

 

Niurka Bou, Tochter des renommierten Filmfotografen Paco Bou, hat die National School of Arts in Havanna, Kuba, absolviert. In ihren dichten und farbenfrohen Gartenbildern lässt sich unschwer ein Einfluss sowohl des Impressionismus als auch der kubanischen Avandgarde, wie zum Beispiel Amelia Peláez, Portocarrero, W. Lam sowie Carlos Enriques erkennen. In den komplexen Blumenwelten verflechten sich die Frische, die Vitalität und die Romantik ihres künstlerischen Diskurses. In starken Kontrast hierzu zeigt Niurka Bou in ihren städtischen Ansichten, die an eine Patchworkdecke erinnern, die ganze Komplexität und den Reichtum des urbanen Lebens ihrer kubanischen Heimat.