Galerie Katapult Basel




Memorias


7. JUNI - 18. AUGUST 2018

Nach der erfolgreichen Ausstellung ESTRUCTURAS – A COLOMBIAN ART PROJECT, freut sich die Galerie Katapult, Sie auf die kommende Ausstellung MEMORIAS - A COLOMBIEN ART PROJECT II aufmerksam zu machen. Die Ausstellung basiert auf der Ausstellung Mémoires sans Limites in Paris, die 2017 im Rahmen des Kulturjahres Frankreich-Kolumbien durchgeführt wurde, und zeigt Werke der Meister Hugo Zapata und Luis Fernando Peláez, sowie Werke einer neuen Generation von kolumbianischen Künstlern, vertreten durch Alejandro Tobón, José Fernando Muñoz, Camilo Álvarez, Hernán Marín, Carlos Carmona.

Marmor, Schiefer, Lutit oder Basalt – der Stein steht im Zentrum des Schaffens von Hugo Zapata. Auf der Suche nach der Essenz der Steine, ihrer tiefen Wahrheit, entwickelt er seit den achtziger Jahren eine mehr sensorische denn rationelle Vorgehensweise. Im Dialog mit den Elementen der Natur ertastet Zapata einem Liebhaber gleich die unbearbeiteten Steine und entlockt ihnen die mächtigen Formen, die in ihnen schlummern und die sie selbst annehmen wollen. Hugo Zapata bringt uns dazu, den Stein und nicht den Bildhauer zu feiern. 

Die Natur ist auch das Hauptthema des unerbittlichen Perfektionisten Luis Fernando Peláez. Die Reise, das Meer und der Regen sind Leitmotive seiner Arbeit. Ausgehend von den evokativen Eigenschaften der Objekte, erschafft Luis Fernando Pelaez Realitäten, die wie aus einem inneren Traum auftauchen. Seine Werke entführen uns in Regionen der Stille, der Einsamkeit, in fremde und ansprechende Landschaften, die von Erinnerungen leben und von Poesie bevölkert werden. Luis Fernando Peláez ist in bedeutenden Sammlungen und Museen mit Werken vertreten: z.B. Colección Suramericana, Suramericana de Seguros, Medellin, Kolumbien; Colección Bancolombia, Bogotá und Medellin, Kolumbien; Museo de Arte Moderno de Bogotá, Bogotá, Kolumbien;  Museo de Arte Moderno de Medellin, Medellin, Kolumbien; Museo de Antioquía, Medellin, Kolumbien; Museo de Arte Contemporáneo, Sao Paulo,Brasilien. 

Alejandro Tobón erschafft seine Skulpturen und architektonischen Elemente aus Alltagsobjekten und bringt durch deren unerwartete Inszenierungen eine neue Ästhetik zu Tage. Seine Inspiration findet er in Themen wie Exil, Gewalt, Immigration und Armut. Zentrale Figur dieser plastischen Landschaften ist der Mensch, verkörpert durch das Schaf, einem mit Symbolik beladenen Tier, dessen Ikonographie wir in Tobóns Werk immer wieder begegnen. Alejandro Tobón ist in bedeutenden Sammlungen und Museen mit seinen Werken vertreten: Colección Argos; Colección Leo Burnett; verschiedene Privatsammlungen, Museo de Antioquía, Medellin, Kolumbien.

José Fernando Muñoz schafft mit seinen Bildern eine Schnittstelle zwischen Räumen zeitgenössischer Architektur und der Flut an Bildern, Werbungen, Bildschirmen und Kameras, die diese Räume heute bevölkern. Urbane Inhalte verschwimmen hinter einem Nebel oder einem Schleier und nähern sich so der Abstraktion an. José Fernando Muñoz ist in bedeutenden Sammlungen und Museen mit Werken vertreten: z.B. Privatsammlung Raymond Jungles, USA; Museo Universitario, Universidad de Antioquía, Medellín, Kolumbien.

In seinen Bildern blickt Camilo Álvarez auf den geheimnisvollen Horizont in den Tiefen des Seins und taucht ab in die dunklen Wasser des Imaginären. Einem Spiegel gleich, spiegeln seine Arbeiten die Kraft von tausenden, miteinander verbunden Linien wieder. Es entstehen kraftvolle und schwere Formen, die uns durch ihre Leichtigkeit überraschen. Camilo Álvarez ist in mehreren bedeutenden Privatsammlungen in Kolumbien mit Werken vertreten.

Hernán Marín entwickelt seine Arbeiten vorwiegend anhand von Bleistiftzeichnungen und experimentiert mit unterschiedlichen Trägern und Oberflächen wie Stahl, Glas, Eis und Papier. Es entstehen Atmosphären, metaphysische, sich verändernde Landschaften, die in der Zeit eingefroren scheinen und beim Betrachter Assoziazionen mit Regentagen und Nebelwäldern hervorrufen.

In seinen Arbeiten analysiert Carlos Carmona die Transformation der Städte als Abbild der heutigen Gesellschaft. Er fokussiert sich auf die Darstellung der Stadt, deren chaotischem und ungebremstem Wachstum, welches zu einer standardisierten Bauweise geführt haben, sowie auf die Beziehung dieser Architektur zum Wesen und zur Spiritualität des Menschen. So entsteht eine Reflektion über das heutige Bauwesen, welches es erlaubt, der Architektur einen Sinn zurückzugeben, diese in den Kontext zu setzen und die Stadt neu zu denken.
 

Bilder zu den Werken: siehe Künstler

 

V E R N I S S A G E:   7. Juni ab 17:00 Uhr